215 Milliarden Euro Investitionsstau – doch Kommunen fehlt die Datenbasis

Celine Schneller

Presse

Aktuelle Veröffentlichungen wie der Gebäudereport 2026 verdeutlichen die Lücke zwischen Investitionsbedarf und verfügbarer Datengrundlage. Der kommunale Investitionsstau in Deutschland erreicht mit über 215 Milliarden Euro ein historisch hohes Niveau. Die PLAN4 Software GmbH begegnet diesem Defizit mit ihrer Software GebäudeCheck, die kommunale Gebäudebestände systematisch erfasst, den Zustand bewertet und Investitionsbedarfe inklusive Kosten- und CO₂-Potenzialen vergleichbar macht. Thorsten Harig, Co-Founder und Geschäftsführer von PLAN4, erläutert, warum Kommunen ohne belastbare Datenbasis zunehmend unter Druck geraten und welche Rolle digitale Transparenz bei der Steuerung öffentlicher Investitionen spielt.

Freiburg, 04. Mai 2026. Die finanzielle Belastung deutscher Kommunen nimmt weiter zu: Mit einem Investitionsrückstand von 215,7 Milliarden Euro und damit einem Anstieg um 15,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr, zeigen aktuelle Daten aus dem KfW-Kommunalpanel sowie dem Gebäudereport 2026 die Dimension des strukturellen Nachholbedarfs.  Betroffen sind zentrale Bereiche der öffentlichen Daseinsvorsorge ebenso wie die langfristige Sicherung kommunaler Infrastruktur. Gleichzeitig bleibt die Datenbasis vieler Kommunen über den eigenen Gebäudebestand lückenhaft. Schulen, Kitas, Verwaltungsgebäude, Sportstätten sowie Infrastruktur für Brand- und Katastrophenschutz zählen zu den größten Investitionsfeldern. „In der Praxis werden Haushaltsentscheidungen häufig auf Basis historischer Bestandslisten, einzelner Gutachten oder Erfahrungswerte getroffen. Eine konsistente, flächendeckende Bewertung aller Objekte fehlt oft“, erklärt Thorsten Harig, Co-Founder und Geschäftsführer der PLAN4 Software GmbH. Harig arbeitet seit Jahren an der Schnittstelle von kommunaler Gebäudeverwaltung, Datenmanagement und digitaler Entscheidungsunterstützung. Er begleitet die Entwicklung datenbasierter Ansätze zur Steuerung öffentlicher Infrastrukturinvestitionen. „Entscheidungen über Millionen- oder Milliardenbudgets basieren damit teilweise auf unvollständigen Informationslagen“, so der Experte weiter. Aus dieser Problemlage heraus entwickelte PLAN4 die Software GebäudeCheck. Sie unterstützt Kommunen dabei, Zustandsdaten, Sanierungsbedarfe sowie Investitions- und CO₂-Potenziale zentral zusammenzuführen und vergleichbar auszuwerten, um daraus belastbare Entscheidungsgrundlagen für Haushalts- und Investitionsplanung abzuleiten. Die Lösung ist bereits bei einigen Kommunen im Einsatz, darunter Augsburg und Sasbach a. K. Bundesweit erfasst sie inzwischen über 8.000 Gebäude mit einem Sanierungsstau von rund 2,7 Milliarden Euro.


Fehlende Datengrundlage erschwert Priorisierung

Die aktuelle Ausgangslage führt in vielen Kommunen dazu, dass Investitionsentscheidungen nicht primär datengetrieben, sondern durch kurzfristige Zwänge oder Einzelmaßnahmen beeinflusst werden. Wenn mehrere Sanierungsfälle gleichzeitig auftreten, geraten Haushaltsplanungen schnell an ihre Grenzen. Besonders deutlich wird dies bei Schulgebäuden. Hier entfällt ein Investitionsbedarf von 67,8 Milliarden Euro, während rund 56 Prozent der Kommunen einen nennenswerten oder gravierenden Sanierungsrückstand melden.  „Ohne eine konsistente Datenbasis ist es kaum möglich, Investitionen strategisch zu priorisieren“, sagt Harig. Weitere große Bedarfe bestehen in der Verkehrsinfrastruktur, bei Verwaltungsgebäuden und sozialen Einrichtungen. Für Harig sind die Folgen klar: „Entscheidungen werden oft dort getroffen, wo der Druck am größten ist, nicht zwingend dort, wo der langfristige Nutzen am höchsten wäre.“


Digitalisierung als Voraussetzung für steuerbare Haushaltsplanung

Steigende Investitionsbedarfe und begrenzte finanzielle Spielräume rücken die Fähigkeit zur datenbasierten Steuerung stärker in den Fokus. Aus der Beobachtung heraus, dass viele Kommunen trotz wachsender Herausforderungen keine konsistente Datengrundlage für ihre Gebäudebestände haben, entstand bei den Gründern von PLAN4 die Idee für die Software GebäudeCheck. Ziel war es, eine Lösung zu schaffen, die verstreute Informationen zusammenführt und für fundierte Entscheidungen nutzbar macht. „Kommunale Haushalte stehen zunehmend unter Zugzwang, effizient und nachvollziehbar zu handeln“, so Harig. Digitale Anwendungen können Transparenz schaffen, Vergleichbarkeit herstellen und Entscheidungsprozesse strukturieren. GebäudeCheck soll Kommunen dabei unterstützen, Investitionen nicht nur zu erfassen, sondern auf einer einheitlichen Datenbasis zu priorisieren und strategisch zu planen. Der Geschäftsführer betont: „Datenbasierte Systeme sind kein Zusatz mehr, sondern werden zur Voraussetzung dafür, Investitionen überhaupt zielgerichtet steuern zu können.


Von Gebäudedaten zu fundierten Investitionsentscheidungen

Kommunale Gebäudedaten sollten zentralisiert, strukturiert und in einheitlichen Bewertungssystemen zusammengeführt werden. Dabei soll die Software GebäudeCheck helfen. Die Software erfasst relevante Objektdaten wie Bauzustand, Sanierungsbedarf, Nutzungsklassen und technische Parameter und führt diese in einem standardisierten Modell zusammen. „Die Anwendung schafft Transparenz über den gesamten Bestand hinweg und übersetzt heterogene Einzelinformationen in eine belastbare Entscheidungsgrundlage“, erläutert Harig. Auf dieser Basis werden Gebäude vergleichbar gemacht und nach definierten Kriterien priorisiert. „Damit wird erstmals sichtbar, wo Handlungsbedarf besteht und wie sich unterschiedliche Investitionsentscheidungen auf Budget, Zustand und Nachhaltigkeit auswirken“, berichtet der CEO.

 

Über das Unternehmen: PLAN4 Software ist ein deutsches PropTech-Unternehmen mit Sitz in Freiburg im Breisgau, das sich auf die digitale Bewertung und Planung von Bestandsgebäuden spezialisiert hat. Seit der Gründung im Jahr 2018 entwickelt das Unternehmen Softwarelösungen wie „GebäudeCheck“, die eine strukturierte Erfassung von Gebäudezuständen sowie die automatisierte Analyse von Sanierungsbedarf, Kosten und Energieeffizienz ermöglichen. Die Lösungen kommen insbesondere bei Kommunen, Wohnungsunternehmen und Immobilienhaltern zum Einsatz und unterstützen eine effiziente, transparente und nachhaltige Instandhaltung von Gebäuden. Ergänzend bietet PLAN4 Beratungs- und Dienstleistungen zur Optimierung von Sanierungs- und Planungsprozessen an.

Tablet und zwei Männer mit Bauhelm

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