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Kommunale Wärmeplanung: Das Herzstück der Energiewende

Tamara Hofacker

GebäudeCheck

Die Debatte rund um das Heizungsgesetz hat ein Schlaglicht auf die kommunale Wärmeplanung geworfen, die alle Städte und Gemeinden in Deutschland spätestens bis 2028 vorlegen müssen. Eine gute Kenntnis des Gebäudezustands ist dabei sowohl für Eigentümer öffentlicher als auch privater Immobilien zwingend.

Das Gebäudeenergiegesetz (GEG), besser bekannt als Heizungsgesetz, scheint sich zu einer unendlichen Geschichte zu entwickeln. Nach monatelangen Debatten sollte das Gesetz Anfang Juli endlich vom Bundestag verabschiedet werden. Auf der Zielgeraden intervenierte das Bundesverfassungsgericht dann aber und gab einem Eilantrag statt. Kurzum: Wahrscheinlich kommt das Gesetz doch erst nach der Sommerpause.

Doch eins hat die Debatte verdeutlicht: Die Energiewende nimmt Fahrt auf. Ein wesentlicher Teil der Energiewende ist die Wärmewende, also die Frage, womit wir unsere Gebäude heizen. Die Devise lautet natürlich: Weg von fossilen Energiequellen, weg von Öl und Gas, hin zu Alternativen, zu Nahwärme durch Geothermie oder zu Fernwärme, die durch das Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung in Kraftwerken gewonnen wird. Natürlich spielen dabei auch die vielzitierten Wärmepumpen eine Rolle. Sie sind wichtig, um die niedrige Vorlauftemperatur der Fernwärme dann in den Häusern selbst auf eine höhere Temperatur zu bringen.

Für die Wärmeplanung sind die Kommunen zuständig. Das Deutsche Institut für Urbanistik (Difu) hat erst vor wenigen Wochen eine Übersicht mit den zehn wichtigsten Fragen und Antworten rund um die Wärmeplanung veröffentlicht. Die Verantwortlichen in den Städten und Gemeinden müssen zunächst herausfinden, welche Energiequellen es bereits innerhalb ihrer Grenzen gibt und wie gut oder schlecht sie sich dafür eignen, bestehende fossile Quellen zu ersetzen.

Sollten keine ausreichenden Alternativen vorhanden sein, müssen Städte neue Fern- oder Nahwärmenetze einrichten. Zu den wesentlichen Aufgaben der Kommunen gehört es natürlich auch, den Gebäudebestand zu sichten und herauszufinden, womit derzeit bereits geheizt wird. Die Verantwortlichen brauchen außerdem einen Überblick darüber, welche Haushalte an ein möglicherweise bereits bestehendes Fernwärmenetz angeschlossen sind und welche noch nicht.

Auch Angaben zu einzelnen Immobilien sind wichtig für die Wärmeplaner in den Städten und Gemeinden. Zum Beispiel über die Energieeffizienzklassen der Häuser. Daraus können sie ableiten, wie gut die Häuser gedämmt sind. Und wie gut sie Wärme speichern können, was wiederum Prognosen darüber zulässt, wie hoch ihr Energieverbrauch sein wird, wie viel Wärme sie in Zukunft benötigen werden. Besteht ein ganzes Viertel aus eher schlecht gedämmten Häusern, die noch nicht ans Fernwärmenetz angeschlossen sind, wissen die Kommunen, dass der Verbrauch hoch sein wird.

Einige Städte arbeiten bereits mit sogenannten Wärmekarten. Ihre Mitarbeiter – oder die Mitarbeiter kommunaler Eigenbetriebe – fahren die Stadt mit Autos ab und lassen Drohnen fliegen, die Aufnahmen der Häuser mit Wärmebildkameras machen. Anhand der Bilder erkennen sie, wo gedämmt werden muss und wo das bereits geschehen ist. Private Hausbesitzer erhalten die Information von der Stadt und bekommen damit einen Anreiz, selbst zu dämmen. Eigene, öffentliche Gebäude kann die Stadt dann selbst mit einer Dämm-Offensive in Angriff nehmen.

Doch egal ob es um private oder öffentliche Gebäude geht: Bei Sanierungen kommt eine Außendämmung selten allein. Lohnend sind Sanierungen dann, wenn gleich eine Reihe von Maßnahmen ergriffen werden können. Das hat mit den Kosten zu tun, die anfallen, denn allein ein Baugerüst kommt eine Einwohnergemeinschaft teuer zu stehen. Es liegt also nahe, viele Maßnahmen durchzuführen, damit sich der Aufwand für das Gerüst auch lohnt.

Um aber herauszufinden, wo überhaupt Sanierungsbedarf besteht, müssen die Eigentümerinnen und Eigentümer einen soliden und fundierten Überblick verschaffen. Sie benötigen ein Tool, das ihnen dabei hilft, eine schnelle und umfassende Bestandsaufnahme zu machen. Und genau dieses Tool ist der GebäudeCheck der PLAN4 Software GmbH.

Mit dem GebäudeCheck machen Kunden eine komplette Bestandsaufnahme des Zustands ihrer Gebäude, und das alles in wenigen Schritten mit ihrem Tablet-Computer. Die Software kategorisiert den visuellen Zustand des Gebäudes und bewertet ihn auf Grundlage nachvollziehbarer Kriterien. Fachliche Hinweise aus einem Expertennetzwerk unterstützen bei der bautechnischen Bewertung.

Doch nicht nur das: die Software errechnet auch die Sanierungskosten, basierend auf aktuellen Preisen. Auf diese Weise wissen die Fachleute in der Verwaltung, aber auch Privateigentümer im Handumdrehen, mit welchen Kosten sie für welche Maßnahmen rechnen müssen. Am Ende erhalten sie eine automatisch erstellte Dokumentation der Bewertung in mehreren Berichtsvorlagen. Wer den GebäudeCheck einsetzt, spart nachweislich Zeit, Ressourcen und Kosten – eine Information, die vor allem für kleine und mittlere Kommunen wichtig ist, deren personelle und zeitliche Kapazitäten chronisch knapp sind.

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